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Ausgrenzung und Gewalt

Gewalttätige Jugendliche und die Erklärungsansätze dieser Gewalt sind sich in einem Punkt einig:

Die eigene Seite ist völlig anders als die gegenüberliegende Seite.

Diese angenommene Andersartigkeit bestimmt auf beiden Seiten die Orientierung und somit die verschiedenen Formen der ‘Auseinandersetzung mit Gewalt’.

 

Die vorliegende Untersuchung geht diesem Mythos nach. Sie

  • charakterisiert auf einer breiten empirischen Basis beide Seiten jeweils für sich,
  • setzt die Perspektiven in Beziehung
  • und weist v.a. nach, dass trotz aller Unterschiede, beide Orientierungen nur eine zugrunde liegende Identität variieren.

Die Orientierungen des Gewalttäters Oskar und die des Pädagogen Heitmeyer sind sich ähnlicher als Beiden lieb ist!

Erst das Wissen um diese Identität bietet die Möglichkeit, die Gewalt- und Ausgrenzungsspirale tatsächlich zu verlassen.

 

Die Untersuchung ist in drei Bereiche gegliedert:

  1. Die Hallenser Biographiestudie zur Jugendgewalt. Auf der Basis von über 50 narrativen Interviews insbesondere mit gewaltkriminellen Jugendlichen werden vier Typen der Bearbeitung von Ausgrenzung dargestellt. (Kap. 2)
  2. Relevante Erklärungsansätze. Der Desintegrationsansatz nach W. Heitmeyer und die Kontrolltheorie nach T. Hirschi/ M. Gottfredson werden als wichtige Modelle des Mainstreams dargestellt und diskutiert. (Kap. 3)
  3. Ausgegrenzten Gewalttäter und Mainstream werden in Beziehung gesetzt. Neben den Unterschieden werden sie auch auf die beiden zugrundeliegende Identität zurückgeführt (Kap. 4). Methodisch greife ich dazu auf den orgonomischen Funktionalismus (Kap. 1) zurück.

 

Es liegen zwei Versionen mit fast identichem Inhalt vor:

Kostenloser Download (4 MB) Gebundene Version
Aus-einander-setzung mit Gewalt. Eine orgonomisch funktionalistische Argumentation 

 

Die vier Typen der Bearbeitung von Ausgrenzungserfahrung: die Hallenser Biographiestudie zur Jugendgewalt

Dieser Aufsatz in der Sozialen Arbeit fasst die Ergebnisse der Hallenser Biographiestudie kurz zusammen. (Soziale Arbeit, 56(7): 2007, 250-260)

 

 

 

 

 

 

 

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